8856 km Erlebnisreise – Einmal Nordkapp und zurück

Nach 8856 km und 22 Tagen sind wir heute um 16:25 Uhr wieder zu Hause angekommen.

Das Auto (Tesla Model S P85) lief ohne Probleme. Auch die Stromversorgung zum Laden des Akkus war super. Wir hatten immer genug „Saft“ in der Batterie und es gab keine Situation wo wir wegen des Batteriestandes hätten langsamer fahren oder irgendwelche Verbraucher hätten ausschalten müssen.

Die Superchargerverteilung vom Bodensee bis Setermoen ist gut bis sehr gut. In Dänemark und Norwegen gibt es zum Teil vollbelegte Supercharger (Middlefart und vor allem Solli), wenn man Pech hat muss man hier anstehen und warten bis einer fertig wird. Wir hatten Glück und haben meist den letzten freien Platz ergattert, bevor noch weitere Teslas kamen. Nördlicher von Setermoen kann man gut an den Hotels laden. Es gibt sowohl in Fauske, Narvik, Alta, Mo i Rana, Honningsvåg Typ2 Ladestationen die zusammen mit eroute71 eingerichtet wurden. In Honningsvåg und Mo i Rana sind es zwar nur 1x32A und das Laden dauert etwas länger aber die anderen haben alle 3x32A (22kW). Zusätzlich haben wir noch in Oslo (Thon Hotel Rosenkrantz) und auf Uløya (Arctic Panorama Lodge) im Hotel an normaler Schukodose geladen. Auch im Ocean Hoel in Falkenberg (Schweden) hätte es eine Lademöglichkeit gegeben, die wir aber nicht genutzt haben. Keine Lademöglichkeit gab es im Hotel Radisson Blue in Tromsø, welches ich sowieso nicht weiterempfehlen würde (in Tromsø haben wir im Parkhaus des Einkaufszentrum geladen) und im Hotel Best Western Duxiana in Helsingborg (Schweden) – was aber durch die Nähe zum Supercharger kein Problem war.

Von den ganzen Kabeln und Adaptern, die wir mitgenommen haben um im Fall der Fälle überall laden zu können, haben wir also nur das Typ2-Kabel und den Tesla UMC mit Schuko-Adapter benutzt. Die ganze Aufregung im Vorfeld von wegen, dass der Schweizer Tesla UMC nicht in Norwegen funktionieren soll war für uns also umsonst. Aber wie gesagt, wir haben den jeweils nur in Hotels benutzt, in Privathaushalten kann es schon sein, dass der Nullleiter fehlt und der UMC dort das Laden nicht gestattet.

Neben der Ladeausrüstung war im Vorfeld auch die Reifenwahl ein grosses Thema. Da es unser erster Winter mit einem Hecktriebler war, und wir öfters ins Engadin in die Berge zum Skifahren gehen, hatten wir sowieso schon die Priorität auf sehr gute Schneegriffigkeit bei den Reifen gelegt. Wir entschieden uns für Michelin X-ice Xi3. Diese Reifen sind im Gegensatz zu den Nokian Hakkapeliitta R2 bis 210 km/h zugelassen (Nokian 160 km/h). Das war ein Pluspunkt, weil wir natürlich auch auf deutschen Autobahnen unterwegs waren. Eigentlich wollten wir trotz der Michelins in Norwegen Spikereifen mieten oder kaufen. Leider haben wir vorher nicht in Erfahrung bringen können, wer sowas anbietet. Es gibt einige Seiten im Internet die darauf hinweisen, dass es wohl Firmen mit solchem Service gibt, jedoch sind keine Quellen genannt. Aber egal. Wir waren mit den Michelins ohne Spikes sehr zufrieden. Auf der Hinfahrt waren die Strassen im Norden alle schnee- und eisbedeckt. Auf der Rückfahrt waren sie meist frei. Ein guter Tipp für den aktuellen Strassenzustand ist die offizielle Seite http://trafikk.nrk.no/bil dort werden die aktuellen Behinderungen für jede Region in Norwegen aufgezeigt. So erkennt man im Vorfeld, wo man wegen Konvoi oder Schneesturm etwas länger einplanen sollte. Lade-App für Android und iPhone, die ich mal probiert habe: LadeNå!

Das Thema Maut ist noch nicht beendet. Nachdem uns mittgeiteilt wurde, dass es seit Anfang März keine Geräte mehr vor Ort gibt und diese nur noch versendet werden, hatten wir uns versucht online zu registrieren (das Fahrzeug mit dem Kennzeichen) das klappte jedoch nicht, weil man keine vierstellige Schweizer PLZ eingeben konnte. Also haben wir die Registrierung per Mail durchgeführt. Man bestätigte uns diese. Jetzt sind wir gespannt, ob wir noch eine Rechnung bekommen, weil wir zwar registriert waren aber das Gerät natürlich nicht hatten. Update wird folgen…

 

Wir waren 22 Tage unterwegs und haben 15 verschiedene Hotels besucht.

Die Besten:

Beste Übernachtung (Lage, Aussicht, Service, Personal, Umgebung): Arctic Panorama Lodge auf Uløya (haben wir dann auch gleich für die Rückfahrt nochmal besucht – Spezialtipp für Nordlicht-Beobachtung!)

Bestes Frühstück: Thon Hotel Rosenkrantz in Oslo, dicht gefolgt vom Privathotel Lindtner in Hamburg

Bestes Dinner: Ocean Hotel Falkenberg (Pepparrullad oxfilé)

 

Achja. Ausgaben für „Treibstoff“ – also Strom: 0,00 CHF/EUR/NOK/SEK

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