Uløya – Tromsø

Schon beim Frühstück zeichnete sich ab, dass es ein schöner Tag werden würde. Die Sonne setzte sich immer mehr gegen die Wolken durch. In der Nacht hatte es ein wenig geschneit und alles war mit einer dünnen Schneedecke bedeckt. Wir packten alles wieder ins Auto und fuhren kurz nach 9 Uhr zur Fähre, die ca 9:30 Uhr nach Rotsund abfuhr. An Bord unterhielten wir uns noch mit Svein, dem Gastgeber in der Arctic Panorama Lodge, der ebenfalls Richtung Tromsø unterwegs war um Gäste vom Flughafen abzuholen.

Als nächstes mussten wir entscheiden, wie wir nach Tromsø fahren: per Fähre oder auf der Strasse. Nach Fahrplan hätten wir jedoch 1,5 Stunden warten müssen, bis die Fähre gekommen wäre. Dementsprechend wären wir auch erst nach 14 Uhr in Tromsø angekommen. Deshalb entschieden wir uns für die längere Route über die Strasse. Und wir wurden dafür belohnt. War die Strasse am Anfang noch schnee- und matschbedeckt, wechselte das mit der Zeit durch die heute dauernd scheinende Sonne in nur noch nasse Beschaffenheit – teilweise sogar trocken. Damit kamen wir gut voran und machten einige Stopps für Landschaftsaufnahmen. Kurz vor Tromsø wurde die Strasse breiter und die Anzahl der Autos höher. Aber es ging meist nur stur geradeaus, was ein wenig eintönig war und nicht so viel Spass gemacht hat.

Fährt man nach Tromsø rein, kommt man gleich an einer Sehenswürdigkeit vorbei: der Eismeer-Kathedrale. Und sofort im Anschluss ist man auf der riesigen Brücke Tromsøbrua. Da uns das Hotel auf die Frage, ob man bei ihnen laden kann, nicht geantwortet hatte, fuhren wir direkt die einzig brauchbare Ladestation in Tromsø an. Diese befindet sich in einem Parkhaus eines Einkaufszentrums. Glücklicherweise haben wir auch sofort die richtige Einfahrt gefunden (gibt Ost und West, aber angeblich nur in einer gibt es einen 400V 32A Anschluss) und der Stellplatz war auch noch leer! Am zweiten, langsameren Anschluss daneben hing ein Ford Focus electic. Andere Elektrofahrzeuge hatten wir bis zu dem Zeitpunkt in Tromsø noch nicht gesehen – also völlig anders als in und um Oslo. Um die Ladezeit zu überbrücken gingen wir einkaufen und haben MIttag gegessen. Obwohl es einen riesigen Coop Markt dort gibt (wie in der Schweiz) haben wir weder Nimm2 Bonbons noch Waschmittel gefunden. Waschmittel hatte ich zuletzt in Alta in einem Expert-Elektrofachgeschäft gesehen. Wir haben den ganzen Coop-Markt mehrmals abgesucht: nichtmal ein Anzeichen von Waschmittel oder generell Reinigungsmitteln. Es scheint so, als hätten die solche Sachen ausgelagert – nur wohin? Egal, draussen (ausserhalb des Einkaufzentrums) hatten wir noch einen grossen Eurospar Markt gesehen, und siehe da, dort gab es zumindest Waschmittel. Nachdem nun diese längere Jagd vorüber war, hatte der Akku auch wieder genug Saft, dass wir die morgige Strecke ohne erneutes Nachladen im Hotel angehen können. Also fuhren wir nun ins Hotel. Dort hatte man entgegen der Beschreibung auf booking.com aber nicht mal private Parkplätze, geschweige denn eine Lademöglichkeit. Also stellten wir den Tesla auf einen öffentichen Parkplatz und ich rief die Nummer am Parkplatzautomaten an, um in Erfahrung zu bringen, ob in Tromsø das Parken für Elektrofahrzeuge ebenfalls kostenlos sei. Das wurde mir bestätigt 🙂

Nachdem das Auto ausgeladen war, marschierten wir dann nochmal los und sahen uns Tromsø etwas genauer an. Auffallend war, dass egal wo man ist, man immer einen Blick auf irgendwelche schneebedeckten Berge hat. Das ist schon schön. Am Hafen, wo sich unser Hotel auch befand, war wieder ein Hurtigruten-Schiff eingelaufen. Die Stadt hat sehr viele alte Holzhäuser – meist mit einer Bar oder anderen Geschäften drin – aber auch sehr moderne Bauwerke wie die Bibliothek oder das Rathaus.

Aber man merkt eben auch, dass es eine grössere Stadt ist. Vor allem daran, dass der Schnee nicht auf allen Gehwegen geräumt ist oder zumindest so präpariert ist, dass man normal laufen kann. Es gibt etliche Stellen, wo man über blankes Eis schusseln muss – auch auf den Gehwegen in der Fussgängerzone. Aber auch sonst hat man den Eindruck, dass mehr Müll rumliegt.

Wir sind ja nur für eine Nacht hier und deshalb konzentrieren wir uns auf die schönen Sachen und das ist vor allem neben den schon erwähnten Bauwerken die Landschaft. Noch zu erwähnen ist das Tunnelsystem für den Autoverkehr, welches unter Tromsø liegt. Es gibt hier zum Beispiel auch unterirdische Kreisverkehre und ganze Parkhäuser im Tunnel.

Ankunft in Tromsø (Ladestation): 13:15 Uhr, 218 km und 43 kWh (196 Wh/km Durchschnitt).

Ab Fährhafen Rotsund:

 

Anfahrt Tromsø:

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