Steinkjer – Lillehammer

Abfahrt in Steinkjer: 9:00 Uhr

Die Sonne scheint, man hat schöne Fernsicht und die Strassen sind alle trocken. Der erste Ladepunkt heute ist der Supercharger Klett.

Ankunft in Klett 10:48 Uhr nach 133 km und 27 kWh (203 Wh/km). Hier herrscht reger Betrieb. Nach und nach kommen drei weitere Teslas zum Laden.

Abfahrt Klett 11:25 Uhr in Richtung Supercharger Dombås. Unterwegs fahren wir nun doch wieder an weissen Landschaften vorbei und sehen schöne, gorsse weisse Hügel. Leider sind die Parkplätze so gelegen, dass man von denen keinen schönen Blick hat und so muss man diese Eindrücke während der Fahrt aufnehmen.

Ankunft in Dombås: 14:17 Uhr nach 187 km und 34.7 kWh (186 Wh/km Durchschnitt). Da wir nun schon die gesamte Strecke trockene Strassen hatten, beschlossen wir, nach dem Laden nochmals das Auto abzusprühen, weil es immer noch eine dicke braune Dreckkruste drauf hatte.

Abfahrt in Dombås: 14:45 Uhr in Richtung Lillehammer

Das Wetter hält durch. Wir fahren durch einige Tunnel und fragen uns, ob da wohl  irgendwann mal ein Reinigungsfahrzeug durchfährt. Man sieht nämlich vor lauter Staub fast nichts mehr. Je südlicher wir kommen, desto öfter sehen wir Skipisten mit Liften in den Hängen. Am Supercharger in Lillehammer, welchen wir 16:57 Uhr nach 156 km und 20.2 kWh (129 Wh/km Durchschnitt)  erreicht haben, stehen dann auch schon einige Teslas mit Dachboxen auf dem Dach am Laden und die Insassen liefen in Skisachen rum. Von den 8 Ladeplätzen waren dann auch 7 belegt. Wir hatten dann noch eine nette Unterhaltung mit einem Norweger, der nächstes Jahr nach Kroatien fahren möchte und gefragt hat, wie denn der Ausbau der Supercharger südlich von Norwegen sei. Ich meinte dann nur, dass das gut aussehen würde und ich keine Probleme hätte schon dieses Jahr da runter zu fahren.

Um 17:42 Uhr fahren wir die restlichen 2 km zum Hotel in Lillehammer. Dort essen wir zu Abend und machen noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt.

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Fauske – Steinkjer

Abfahrt in Fauske um 8:45 Uhr

Nach nicht mal 65 km lag schon der erste Supercharger direkt am Weg. Diesen nutzten wir für einen kurzen Splash ’n Dash und WC.

Ankunft Tesla Supercharger Storjord: 9:43 Uhr nach 64 km und 13 kWh (209 Wh/km Durchschnitt).

Abfahrt um 9:55 Uhr Richtung Mosjøen. Wir waren gespannt, wie die Wetterbedingungen am Saltfjellet sein würden. Das ist eine Ebene, durch die der Polarkreis geht und die laut Wetter und Verkehrsmeldungen gestern kaum zu befahren war, weil es zu hohe Schneeverwehungen und keine Sicht gab. Der Wind von gestern hatte sich aber gelegt und wir konnten die Passage bei Sonnenschein durchfahren. Mit dem Passieren des Polarkreises wurde das Gefühl noch deutlicher, dass die Ferien nun langsam zu Ende gehen und wir schon mitten in der Heimreise sind. Unterstützt wurde dies noch durch immer weniger Schnee links und rechts der Strasse.

Ankunft Supercharger Mosjøen: 12:45 Uhr nach 205 km und 38 kWh (187 Wh/km  Durchschnitt)

Leider war in Mosjøen wie auf der Hinfahrt kein schönes Wetter. Diesmal regnete es und war so ungemütlich, dass wir das Auto nicht verlassen wollten um ein Restaurant zu suchen. Schade, weil dieser Supercharger wirklich sehr schön gelegen ist und man tolle Fotos mit dem Wasser und den Bergen hätte machen können wenn die Sonne geschienen hätte.

Abfahrt in Mosjøen: 13:20 Uhr in Richtung Grong.

Der Schnee zog sich nun langsam ganz zurück und die Landschaft war nur noch braun. Hier und da sah man in der Ferne noch Berge, die schneebedeckt waren.

Ankunft am Supercharger Grong um 16:05 Uhr nach 195 km und 35 kWh (179 Wh/km Durchschnitt).

In Grong stärkten wir und bei einer guten Mahlzeit und nahmen um 16:50 Uhr die letzte Etappe für heute in Angriff: nach Steinkjer, wo wir um 18:10 Uhr nach 82 km und 15 kWh (184 Wh/km Durchschnitt) ankamen. Da die Sonne schien, bummelten wir ein wenig durch Steinkjer und schauten uns die älteste Netzwerkbogenbrücke der Welt an – ansonsten hat Steinkjer anscheinend nur seine landschaftlich schöne Lage am Wasser und in Nähe der Berge zu bieten. Man liest, dass Steinkjer eine IT-Stadt sein soll, gesehen haben wir davon jedoch nichts.

Tromsø – Fauske

Abfahrt in Tromsø nach Zeitumstellung um 9:15 Uhr.

Erstes Zwischenziel ist der nördlichste Tesla Supercharger in Europa (Setermoen). Bis dahin gab es nichts Aufregendes. Das Wetter ist nicht mehr ganz so sonnig sondern eher bewölkt und die Strassen sind zwar teilweise nass aber zumindest nicht mehr eisig.

Ankunft in Setermoen 11:54 Uhr: 170 km und 34.8 kWh (205 Wh/km Durchschnitt).

Als erstes, noch bevor geladen wurde, gab es eine Autowäsche, damit man mal wieder das schöne Rot sieht 🙂

Dann Laden und Abfahrt in Setermoen um 12:45 Uhr Richtung Tesla Supercharger Innhavet.

Schon kurz nach dem Losfahren zeichnete sich ab, dass die Wäsche wohl fast umsonst war, da viel geschmolzener Schnee zusammen mit Dreck hochspritzte. Aber es kam noch besser. Auf dem Gratangsfjellet stürmte es so sehr, dass sogar der Schneeräumer streikte und sagte, er mache erstmal die Strasse zu und warte ab, bis man wieder was sieht. Nach einigen Gesprächen mit seinem Kollegen in ca. 5 km Entfernung, der ihm mitteilte, dass er die Strasse gesperrt hat und kein Fahrzeug mehr von der Seite kommen würde, lotste er uns vorbei und wir konnten die Strasse im Konvoi befahren. Die Sicht ist auch etwas besser geworden. Als wir gewartet haben, hat man wirklich teilweise nicht einen Meter vors Auto schauen können.

Als nächstes ging es auf die Fähre von Skarberget nach Bognes. Es stürmte immer noch ordentlich und die Überfahrt war alles andere als ruhig. Die Fähre kam mächtig ins Wanken und knallte heftig gegen die Wellen. Wir blieben im Auto sitzen, weil es draussen richtig ungemütlich war. Die Fahrzeuge schwankten auch ganz schön auf und ab.
Nach der Ankunft in Bognes ging es weiter Richtung Tesla Supercharger Innhavet, welchen wir um 17:25 nach 221 km und 40.7 kWh (184 Wh/km Durchschnitt) erreichten.

Hier genehmigten wir uns eine richtige Mahlzeit und starteten dann um 18:05 Uhr zur letzten Etappe für heute nach Fauske, wo wir ein Hotel gebucht hatten.

Ankunft in Fauske: 19:45: 118 km und 23 kWh (195 Wh/km Durchschnitt). Hier weht ein eisiger Sturm aber wir können den Tesla an einer überdachten Ladestation des Hotels laden.

Insgesamt sind wir heute also 509 km auf eigener Achse plus Fähre gefahren.

Schneeverwehungen:

Uløya – Tromsø

Schon beim Frühstück zeichnete sich ab, dass es ein schöner Tag werden würde. Die Sonne setzte sich immer mehr gegen die Wolken durch. In der Nacht hatte es ein wenig geschneit und alles war mit einer dünnen Schneedecke bedeckt. Wir packten alles wieder ins Auto und fuhren kurz nach 9 Uhr zur Fähre, die ca 9:30 Uhr nach Rotsund abfuhr. An Bord unterhielten wir uns noch mit Svein, dem Gastgeber in der Arctic Panorama Lodge, der ebenfalls Richtung Tromsø unterwegs war um Gäste vom Flughafen abzuholen.

Als nächstes mussten wir entscheiden, wie wir nach Tromsø fahren: per Fähre oder auf der Strasse. Nach Fahrplan hätten wir jedoch 1,5 Stunden warten müssen, bis die Fähre gekommen wäre. Dementsprechend wären wir auch erst nach 14 Uhr in Tromsø angekommen. Deshalb entschieden wir uns für die längere Route über die Strasse. Und wir wurden dafür belohnt. War die Strasse am Anfang noch schnee- und matschbedeckt, wechselte das mit der Zeit durch die heute dauernd scheinende Sonne in nur noch nasse Beschaffenheit – teilweise sogar trocken. Damit kamen wir gut voran und machten einige Stopps für Landschaftsaufnahmen. Kurz vor Tromsø wurde die Strasse breiter und die Anzahl der Autos höher. Aber es ging meist nur stur geradeaus, was ein wenig eintönig war und nicht so viel Spass gemacht hat.

Fährt man nach Tromsø rein, kommt man gleich an einer Sehenswürdigkeit vorbei: der Eismeer-Kathedrale. Und sofort im Anschluss ist man auf der riesigen Brücke Tromsøbrua. Da uns das Hotel auf die Frage, ob man bei ihnen laden kann, nicht geantwortet hatte, fuhren wir direkt die einzig brauchbare Ladestation in Tromsø an. Diese befindet sich in einem Parkhaus eines Einkaufszentrums. Glücklicherweise haben wir auch sofort die richtige Einfahrt gefunden (gibt Ost und West, aber angeblich nur in einer gibt es einen 400V 32A Anschluss) und der Stellplatz war auch noch leer! Am zweiten, langsameren Anschluss daneben hing ein Ford Focus electic. Andere Elektrofahrzeuge hatten wir bis zu dem Zeitpunkt in Tromsø noch nicht gesehen – also völlig anders als in und um Oslo. Um die Ladezeit zu überbrücken gingen wir einkaufen und haben MIttag gegessen. Obwohl es einen riesigen Coop Markt dort gibt (wie in der Schweiz) haben wir weder Nimm2 Bonbons noch Waschmittel gefunden. Waschmittel hatte ich zuletzt in Alta in einem Expert-Elektrofachgeschäft gesehen. Wir haben den ganzen Coop-Markt mehrmals abgesucht: nichtmal ein Anzeichen von Waschmittel oder generell Reinigungsmitteln. Es scheint so, als hätten die solche Sachen ausgelagert – nur wohin? Egal, draussen (ausserhalb des Einkaufzentrums) hatten wir noch einen grossen Eurospar Markt gesehen, und siehe da, dort gab es zumindest Waschmittel. Nachdem nun diese längere Jagd vorüber war, hatte der Akku auch wieder genug Saft, dass wir die morgige Strecke ohne erneutes Nachladen im Hotel angehen können. Also fuhren wir nun ins Hotel. Dort hatte man entgegen der Beschreibung auf booking.com aber nicht mal private Parkplätze, geschweige denn eine Lademöglichkeit. Also stellten wir den Tesla auf einen öffentichen Parkplatz und ich rief die Nummer am Parkplatzautomaten an, um in Erfahrung zu bringen, ob in Tromsø das Parken für Elektrofahrzeuge ebenfalls kostenlos sei. Das wurde mir bestätigt 🙂

Nachdem das Auto ausgeladen war, marschierten wir dann nochmal los und sahen uns Tromsø etwas genauer an. Auffallend war, dass egal wo man ist, man immer einen Blick auf irgendwelche schneebedeckten Berge hat. Das ist schon schön. Am Hafen, wo sich unser Hotel auch befand, war wieder ein Hurtigruten-Schiff eingelaufen. Die Stadt hat sehr viele alte Holzhäuser – meist mit einer Bar oder anderen Geschäften drin – aber auch sehr moderne Bauwerke wie die Bibliothek oder das Rathaus.

Aber man merkt eben auch, dass es eine grössere Stadt ist. Vor allem daran, dass der Schnee nicht auf allen Gehwegen geräumt ist oder zumindest so präpariert ist, dass man normal laufen kann. Es gibt etliche Stellen, wo man über blankes Eis schusseln muss – auch auf den Gehwegen in der Fussgängerzone. Aber auch sonst hat man den Eindruck, dass mehr Müll rumliegt.

Wir sind ja nur für eine Nacht hier und deshalb konzentrieren wir uns auf die schönen Sachen und das ist vor allem neben den schon erwähnten Bauwerken die Landschaft. Noch zu erwähnen ist das Tunnelsystem für den Autoverkehr, welches unter Tromsø liegt. Es gibt hier zum Beispiel auch unterirdische Kreisverkehre und ganze Parkhäuser im Tunnel.

Ankunft in Tromsø (Ladestation): 13:15 Uhr, 218 km und 43 kWh (196 Wh/km Durchschnitt).

Ab Fährhafen Rotsund:

 

Anfahrt Tromsø:

Noch ein Tag auf Uløya

Nachdem die letzte Nacht durch die Nordlichtbeobachtung doch etwas länger war, schliefen wir heute erst mal gemütlich aus. Nach einem ausführlichen Frühstück mit Lachs und leckeren Fish Cakes einer lokalen Fischerei, schnallten wir wieder die Schneeschuhe an und erklommen den Bergrücken in der Mitte der Insel. Die Mühe wurde mit der Sichtung einer kleinen Rentierherde belohnt, die hier überwintert (im Sommer sind hier ganz viele „auf der Alm“), Nach einem kleinen Mittagsimbiss und einer Ruhepause, probierten wir noch die Kick Sledges aus. Die Fortbewegung auf zusammengefahrenem Schnee oder Eis macht damit wirklich Spass. Darüber hinaus sind sie hier übliches Fortbewegungsmittel – in Honningsvåg haben wir damit viele Leute gesehen, die damit ihr Einkäufe transportierten.

1. Tag der „Rückfahrt“: Honningsvåg – Uløya

Heute ist es nun soweit. Wir fahren das erste Mal wieder Richtung Süden.

Als erste Station haben wir uns nochmals in der Arctic Panorama Lodge auf Uløya eingemietet, die uns auf der Hinfahrt so sehr gefallen hat.

Also fuhren wir um 8 Uhr in Honningsvåg bei strahlendem Sonnenschein los. Den ersten Ladehalt legten wir in Alta um 11:25 Uhr am Scandic Hotel ein, in dem wir auf der Hinfahrt übernachtet hatten. Diesmal blieben wir nur 2 Stunden, in denen der Akku des Autos wieder geladen wurde und wir zu MIttag gegessen haben. Um 13:30 Uhr fuhren wir dann weiter Richtung Rotsund. Eigentlich wollten wir die letzte Fähre um 19 Uhr erreichen. Doch da die Baustellen heute durchgängig befahrbar waren (im Gegensatz zur Hinfahrt, wo wir 1 Stunde warten mussten), sah es so aus als würden wir eine Fähre vorher schaffen (16:25 Uhr). Also gab es ab jetzt keine Fotostopps mehr und wir fuhren durch, meist in einer Geschwindigkeit wie die Einheimischen (also egal ob eisige, matschige oder trockene Strasse). Selbst auf den kurvigsten und steilsten Abschnitten hat der Tesla eine sehr gute Figur gemacht. Er hat immer wieder feinfühlig eingegriffen, wenn es erforderlich war, ohne dass es gestört hätte.

Und so erreichten wir Rostsund 16:22 Uhr kurz vorm Anlegen der Fähre. Nach einer 40 Minuten Überfahrt erreichten wir die Lodge, wo man uns wieder mit offenen Armen empfing.

Fahrzeit inkl. Laden und Fähre: 9,25 Stunden, 407 km 86,5 kWh (Durchschnitt: 212 Wh/km)

Video 1

Video 2

Video 3